Musikstudium in Zahlen: Wer studiert Musik in Deutschland?
Im Wintersemester 2024/25 zählten die deutschen Hochschulen 31.092 Fachbelegungen in Studiengängen für Musikberufe. Fast ein Drittel davon entfällt auf Studierende mit ausländischer Staatsbürgerschaft, im Instrumentalstudium sind es sogar mehr als zwei Drittel. Kaum ein Fach ist so international.
Alles Wichtige auf einen Blick
- 31.092 Fachbelegungen gab es im Wintersemester 2024/25 in Studiengängen für Musikberufe.
- Der Höchststand lag 2016/17 und 2017/18 bei jeweils über 34.100, seither sinken die Zahlen.
- Instrumental- und Orchestermusik ist mit 8.909 Studierenden das größte Fach.
- Auf Lehramt Musik entfielen rund 7.515 Studierende.
- Musikhochschulen bilden mit über 18.700 Belegungen rund 60 Prozent aller Musikstudierenden aus.
- In der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen sind 24 Einrichtungen mit rund 23.500 Studierenden zusammengeschlossen.
- Die UdK Berlin ist mit 4.422 Studierenden die größte, davon 1.502 im Fachbereich Musik.
- 9.826 Musikstudierende haben eine ausländische Staatsbürgerschaft, das sind rund 32 Prozent.
- Im Instrumentalstudium liegt der internationale Anteil bei 68 Prozent.
- Der Frauenanteil im Musikstudium beträgt 53,5 Prozent, 2,3 Punkte über dem Hochschulschnitt.
- Im Gesang liegt er bei 60,5 Prozent, im Dirigieren bei 40,1 und in der Komposition bei 36,5 Prozent.
- Das Fach Tonmeister ist zu 86,4 Prozent männlich.
- An deutschen Hochschulen gibt es 1.688 Professuren im Bereich Musik, davon 29,3 Prozent Frauen.
- Im Prüfungsjahr 2022 wurden 6.190 Abschlussprüfungen in Musikstudiengängen bestanden.
Musik zu studieren ist in Deutschland keine Massenveranstaltung. Die Fächer sind klein, die Aufnahmeprüfungen streng, und die Zusammensetzung der Studierenden unterscheidet sich deutlicher vom Rest der Hochschullandschaft als in fast jedem anderen Bereich. Die folgenden Zahlen zeigen, wie das Fach heute aussieht.
Wie viele Menschen Musik studieren
1. Im Wintersemester 2024/25 zählten die deutschen Hochschulen 31.092 Fachbelegungen in Studiengängen für Musikberufe.1
2. Der bisherige Höchststand liegt einige Jahre zurück: In den Wintersemestern 2016/17 und 2017/18 waren es jeweils mehr als 34.100, seither ist die Zahl insgesamt rückläufig.2
3. Das größte Einzelfach ist die Instrumental- und Orchestermusik mit 8.909 Studierenden.3
4. Direkt dahinter folgt das Lehramt Musik an allgemeinbildenden Schulen mit rund 7.515 Studierenden.4 Zusammen machen diese beiden Fächer gut die Hälfte des gesamten Musikstudiums aus.
Wo studiert wird
5. Die Ausbildung ist stark auf spezialisierte Häuser konzentriert: Musikhochschulen stellen mit mehr als 18.700 Fachbelegungen rund 60 Prozent aller Musikstudierenden, der Rest verteilt sich auf Universitäten und Fachhochschulen.5
6. In der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen sind 24 Einrichtungen zusammengeschlossen, an denen im Wintersemester 2024/25 insgesamt rund 23.500 Studierende eingeschrieben waren, über alle Fächer hinweg.6
7. Die größte davon ist die Universität der Künste Berlin mit 4.422 Studierenden, von denen 1.502 Musik als erstes Studienfach belegen.7
Das internationalste Fach an deutschen Hochschulen
8. 9.826 der 31.092 Fachbelegungen entfielen im Wintersemester 2024/25 auf Studierende mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Das sind rund 32 Prozent, fast doppelt so viel wie der Hochschuldurchschnitt von 17 Prozent.8
9. Im Fach Instrumental- und Orchestermusik ist der Wert noch einmal deutlich höher: Dort hatten 68 Prozent aller Studierenden eine ausländische Staatsbürgerschaft.9 Zwei von drei angehenden Orchestermusikern in Deutschland kommen also aus dem Ausland.
Frauen und Männer, Fach für Fach
10. Über alle Musikstudiengänge hinweg liegt der Frauenanteil bei 53,5 Prozent, also 2,3 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Hochschulen.10
11. Der Blick auf die einzelnen Fächer verändert das Bild sofort. Im Gesang liegt der Frauenanteil bei 60,5 Prozent, dem höchsten Wert unter allen Musikstudienfächern.11
12. Im Dirigieren sind es 40,1 Prozent, in absoluten Zahlen 130 Studentinnen.12
13. In der Komposition liegt der Anteil bei 36,5 Prozent, also 168 Studentinnen.13 Die beiden Fächer, aus denen später die sichtbarsten Positionen im Musikbetrieb hervorgehen, sind damit die beiden am wenigsten weiblichen.
14. Noch eindeutiger ist es im technischen Bereich: Das Fach Tonmeister ist zu 86,4 Prozent männlich.14
Lehrende und Abschlüsse
15. 2024 gab es an deutschen Hochschulen 1.688 Professuren im Bereich Musik und Musikwissenschaft. Davon waren 495 mit Frauen besetzt, ein Anteil von 29,3 Prozent.15
16. Im Prüfungsjahr 2022 wurden 6.190 Abschlussprüfungen in Musikstudiengängen bestanden, davon 36 Prozent Bachelor- und 32 Prozent Masterabschlüsse.16
Was die Zahlen zusammen ergeben
Das Musikstudium ist ein schrumpfendes, hoch spezialisiertes und außergewöhnlich internationales Fach. Es bildet in erster Linie für zwei Berufswege aus, das Orchester und die Schule, und beide sind eng: Wie eng der Orchesterweg ist, zeigen die Zahlen zu Planstellen und Tarifvergütung, und was am anderen Ende gezahlt wird, steht in unserem Beitrag zum Musiklehrer-Gehalt.
Wer bei einer Abschlussfeier, einem Examen oder einem Jubiläum etwas Persönliches beitragen möchte, braucht dafür kein Studium: Ein umgedichtetes Lied auf eine bekannte Melodie funktioniert, weil alle die Melodie schon kennen.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen studieren in Deutschland Musik?
Im Wintersemester 2024/25 zählten die deutschen Hochschulen 31.092 Fachbelegungen in Studiengängen für Musikberufe. Der bisherige Höchststand lag in den Wintersemestern 2016/17 und 2017/18 bei jeweils über 34.100, seither ist die Zahl insgesamt rückläufig.
Wie hoch ist der Anteil internationaler Studierender im Musikstudium?
Rund 32 Prozent, konkret 9.826 der 31.092 Fachbelegungen im Wintersemester 2024/25. Das ist fast doppelt so viel wie im Hochschuldurchschnitt von 17 Prozent. Im Fach Instrumental- und Orchestermusik liegt der Anteil sogar bei 68 Prozent.
Wie viele Musikhochschulen gibt es in Deutschland?
In der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen sind 24 Einrichtungen zusammengeschlossen, an denen im Wintersemester 2024/25 insgesamt rund 23.500 Studierende eingeschrieben waren. Die größte ist die Universität der Künste Berlin mit 4.422 Studierenden, davon 1.502 im Fachbereich Musik.
Wie ist das Geschlechterverhältnis im Musikstudium?
Über alle Fächer hinweg liegt der Frauenanteil bei 53,5 Prozent und damit leicht über dem Hochschuldurchschnitt. Die Unterschiede zwischen den Fächern sind aber groß: Gesang kommt auf 60,5 Prozent, Dirigieren auf 40,1 Prozent, Komposition auf 36,5 Prozent, und das Fach Tonmeister ist zu 86,4 Prozent männlich.
Welches Musikfach hat die meisten Studierenden?
Instrumental- und Orchestermusik mit 8.909 Studierenden im Wintersemester 2024/25, gefolgt vom Lehramt Musik an allgemeinbildenden Schulen mit rund 7.515. Zusammen machen diese beiden Fächer gut die Hälfte aller Musikstudierenden aus.
Diese Daten verwenden
Du betreibst eine Website oder schreibst einen Artikel? Verlinke mit diesem fertigen Snippet auf unsere Studie:
Diese Studie zitieren
Du darfst diese Zahlen frei verwenden, solange du auf diese Seite verlinkst. Kopiere eine der Zitierweisen:
Quellen
- Statistisches Bundesamt, aufbereitet vom Deutschen Musikinformationszentrum (miz.org)
- Statistisches Bundesamt, aufbereitet vom Deutschen Musikinformationszentrum (miz.org)
- Statistisches Bundesamt, aufbereitet vom Deutschen Musikinformationszentrum (miz.org)
- Statistisches Bundesamt, aufbereitet vom Deutschen Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
- Deutsches Musikinformationszentrum (miz.org)
Lena Brandt